Festgeld — Definition einfach erklärt | Beispiele & Bedeutung
Das Festgeld ist eine Bankeinlage mit einer vorher festgelegten Laufzeit und einem festen Zinssatz, bei der das Geld bis zum Ende der Laufzeit nicht ohne Verlust der Konditionen abgehoben werden kann. In einigen Banken sind auch Währungseinlagen (Fremdwährungs-Festgelder) möglich.
Was ist ein Festgeld (Termingeld)
Ein Festgeld ist eine Form der Bankeinlage, bei der der Kunde einen bestimmten Betrag für einen festgelegten Zeitraum (z. B. 6, 12 oder 24 Monate) zu einem festen Zinssatz anlegt. Während dieser Laufzeit ist der Betrag „eingefroren“ und kann nicht ohne Zinsverlust abgehoben werden. Der Zinssatz ist im Voraus bekannt und bleibt bis zum Laufzeitende unverändert.
Wesentliche Merkmale
Ein Festgeld zeichnet sich durch Stabilität und Transparenz der Bedingungen aus: Der Zinssatz ist fest, die Laufzeit bekannt, und der Ertrag lässt sich im Voraus berechnen. Dadurch ist dieses Produkt bei Privatpersonen und Unternehmen beliebt, die ihr Kapital sicher anlegen und einen garantierten Ertrag ohne Marktrisiko erzielen möchten.
Laufzeiten und Zinssätze
Banken bieten verschiedene Laufzeiten an — von 3 Monaten bis zu mehreren Jahren. Je länger die Laufzeit, desto höher ist in der Regel der Zinssatz. Der Zinssatz für Festgeldanlagen ist meist höher als bei Girokonten (Girokonto), da die Bank das Geld für einen festen Zeitraum nutzen kann.
Fremdwährungs-Festgelder
Einige Banken, wie zum Beispiel die Commerzbank, ermöglichen Festgeldanlagen nicht nur in Euro, sondern auch in Fremdwährungen — etwa in US-Dollar (USD), Schweizer Franken (CHF), Britischen Pfund (GBP) und anderen. Solche Währungseinlagen bieten die Möglichkeit, Ersparnisse zu diversifizieren, bergen jedoch ein Wechselkursrisiko: Wenn die Fremdwährung gegenüber dem Euro abwertet, kann der reale Ertrag sinken. Die Commerzbank weist darauf hin, dass der Zinssatz während der gesamten Laufzeit fix bleibt und dass die Einlagensicherung auch für Fremdwährungseinlagen gilt – unter denselben Bedingungen wie für Euro-Einlagen.
Vorteile und Einschränkungen
- Vorteile: Fester Ertrag, Schutz vor Marktschwankungen, Sicherheit, einfache Handhabung.
- Einschränkungen: Kein Zugriff auf das Geld bis zum Laufzeitende, Zinsverlust bei vorzeitiger Kündigung, Wechselkursrisiko bei Fremdwährungseinlagen.
Einlagensicherung und Sicherheit
Alle Festgelder in Deutschland unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung – bis zu 100.000 € pro Einleger und Bank. Viele Banken, darunter die Commerzbank, nehmen zusätzlich an freiwilligen Sicherungsfonds teil, die den Schutz auf mehrere Millionen Euro für Privat- und Firmenkunden erweitern.
Anwendung und Beispiele
- Ein Kunde legt 10.000 € für 12 Monate zu 3 % Jahreszins an – nach Ablauf erhält er 10.300 €.
- Ein Unternehmen investiert für 6 Monate in ein Festgeld in US-Dollar – der Ertrag ist fix, das Ergebnis in Euro hängt jedoch vom USD/EUR-Kurs ab.
- Bei vorzeitiger Kündigung kann die Bank Zinsen einbehalten oder nur den ursprünglichen Betrag ohne Ertrag zurückzahlen.
Wann ein Festgeld sinnvoll ist
Ein Festgeld eignet sich für Anleger, die ihr Kapital sichern und den Ertrag im Voraus kennen möchten. Es ist weniger geeignet für kurzfristige Anlageziele oder in Zeiten steigender Marktzinsen, wenn feste Zinsen an Attraktivität verlieren.