Fremdwährungseinlage — Definition einfach erklärt | Beispiele & Bedeutung
Fremdwährungseinlage ist eine Bankeinlage, die in einer anderen Währung als dem Euro geführt wird – zum Beispiel in US-Dollar (USD), Schweizer Franken (CHF) oder Britischen Pfund (GBP). Sie ermöglicht Erträge in einer Fremdwährung, ist aber mit Wechselkursrisiken verbunden.
Was ist eine Fremdwährungseinlage
Eine Fremdwährungseinlage ist ein Bankdepot, das nicht in der Landeswährung Euro, sondern in einer anderen Währung geführt wird – zum Beispiel in US-Dollar, Schweizer Franken, Britischen Pfund oder Japanischen Yen. Der Kunde legt Geld in der gewählten Währung für eine bestimmte Laufzeit oder auf unbestimmte Zeit an. Zinssatz, Laufzeit und Verfügbarkeit richten sich nach den Bedingungen der jeweiligen Bank.
Wesentliche Merkmale
Fremdwährungseinlagen ermöglichen es, Vermögen in einer anderen Währung zu halten und so von deren Entwicklung zu profitieren. Gleichzeitig tragen sie ein Wechselkursrisiko – wenn die Fremdwährung gegenüber dem Euro abwertet, kann der tatsächliche Ertrag sinken.
Funktionsweise
Wie bei einem herkömmlichen Festgeld zahlt der Kunde Geld ein und erhält Zinsen – diese werden jedoch in der Fremdwährung gutgeschrieben. Bei Fälligkeit kann das Guthaben entweder in derselben Währung belassen oder in Euro umgetauscht werden. Der Wechselkurs zum Zeitpunkt der Rückzahlung bestimmt den tatsächlichen Ertrag in Euro.
Zinssätze und Laufzeiten
Zinsen auf Fremdwährungseinlagen sind meist niedriger als bei Euro-Einlagen, da Fremdwährungen für Banken ein zusätzliches Risiko darstellen. Die Zinsen können fix (z. B. bei Festgeld in Fremdwährung) oder variabel (z. B. bei Tagesgeld in Fremdwährung) sein.
Fremdwährungseinlagen in Deutschland
Deutsche Banken wie Commerzbank, Deutsche Bank und DKB bieten Fremdwährungseinlagen an. Bei der Commerzbank können Kunden beispielsweise ein Termingeld in Fremdwährung eröffnen – etwa in USD oder CHF. Die Zinsen bleiben über die gesamte Laufzeit fix, die Rückzahlung erfolgt in der Fremdwährung. Solche Anlagen dienen häufig der Diversifizierung und dem Schutz vor Euro-Inflation.
Vorteile und Risiken
- Vorteile: Diversifikation, mögliche Gewinne durch Währungsschwankungen, Schutz vor Euro-Abwertung.
- Risiken: Wechselkursverluste, niedrigere Zinsen, mögliche Gebühren bei der Umrechnung.
Einlagensicherung
Fremdwährungseinlagen sind in Deutschland bis zu einem Gegenwert von 100.000 € pro Kunde und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Dieser Schutz deckt allerdings nur das Insolvenzrisiko der Bank ab, nicht jedoch Währungsverluste.
Beispiele
- Ein Kunde legt 10.000 USD für 12 Monate zu 2 % Jahreszins an – erhält 10.200 USD, der Ertrag in Euro hängt vom Wechselkurs ab.
- Ein Anleger eröffnet ein Konto in Schweizer Franken, um sich gegen Inflation in der Eurozone abzusichern.
- Ein Unternehmen hält einen Teil seines Kapitals in USD, um internationale Zahlungen zu erleichtern.
Wann eine Fremdwährungseinlage sinnvoll ist
Diese Anlageform eignet sich für Kunden mit Einnahmen oder Ausgaben in Fremdwährung oder für Anleger, die ihre Vermögensstruktur breiter aufstellen möchten. Sie ist weniger geeignet für kurzfristige Anlagen oder risikoscheue Sparer.