Reservewährung — Definition einfach erklärt | Beispiele & Bedeutung
Reservewährung ist eine ausländische Währung, die von Regierungen und Zentralbanken gehalten wird, um Währungsreserven aufzubauen, internationale Zahlungen zu leisten und Schulden zu begleichen.
Reservewährung ist eine international anerkannte Fremdwährung, die von Zentralbanken und Staaten zur Bildung von Währungsreserven verwendet wird. Sie dient als Instrument für internationale Zahlungen, Investitionen, die Begleichung von Auslandsschulden und die Stabilisierung der nationalen Währung.
Das Vorhandensein einer Reservewährung stärkt das Vertrauen in das Finanzsystem eines Landes und erleichtert den internationalen Handel. Je größer der Anteil einer Währung an den weltweiten Reserven ist, desto höher ist ihr Status und ihr Einfluss auf die Weltwirtschaft. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) gehören heute der US-Dollar (USD), der Euro (EUR), der japanische Yen (JPY) und das britische Pfund Sterling (GBP) zu den wichtigsten Reservewährungen. Weitere sind der Schweizer Franken (CHF), der Kanadische Dollar (CAD), der Australische Dollar (AUD) und der Chinesische Yuan (CNY).
Funktionen einer Reservewährung
- Aufbau von Devisenreserven durch Zentralbanken.
- Abwicklung internationaler Zahlungen zwischen Staaten.
- Begleichung von Auslandsschulden der Staaten.
- Nutzung als verlässlicher Anlagewert.
Reservewährungen und die Weltwirtschaft
Reservewährungen bilden das Fundament des globalen Finanzsystems. So werden die meisten internationalen Zahlungen in US-Dollar und Euro abgewickelt. Ihre hohe Liquidität und Stabilität machen sie zu den wichtigsten Instrumenten für die Wertaufbewahrung und Zahlungen im Welthandel.
Beispiele
- US-Dollar (USD) — die wichtigste globale Reservewährung.
- Euro (EUR) — weit verbreitet in internationalen Reserven und Zahlungen.
- Japanischer Yen (JPY) und Britisches Pfund Sterling (GBP) — Teil der „großen Vier“ der Reservewährungen.
- Chinesischer Yuan (CNY) — gewinnt zunehmend an Bedeutung als Reservewährung.