Forex — Definition einfach erklärt | Beispiele & Bedeutung
Forex (Devisenmarkt) ist der internationale Markt für den Währungsaustausch, auf dem Banken, Unternehmen, Investoren und Trader Währungen zu freien Marktpreisen kaufen und verkaufen. Er ist der größte und liquideste Finanzmarkt der Welt.
Forex (Foreign Exchange Market) ist der weltweite Markt für den Handel mit frei konvertierbaren Währungen. Er ist ein außerbörslicher (OTC) Markt, auf dem Geschäfte direkt zwischen Teilnehmern über Banken, Broker und elektronische Plattformen abgewickelt werden. Forex ist der größte Finanzmarkt der Welt mit einem täglichen Umsatz von mehr als 6 Billionen US-Dollar (laut Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, BIS).
Das Hauptmerkmal des Devisenmarktes besteht darin, dass die meisten Transaktionen spekulativer Natur sind und keine physische Lieferung der Währung beinhalten. Die Teilnehmer versuchen, von den Schwankungen der Wechselkurse von Währungspaaren zu profitieren. Gleichzeitig spielt Forex eine entscheidende Rolle in der Weltwirtschaft, da er internationalen Handel und Investitionen ermöglicht.
Hauptteilnehmer des Forex-Marktes
- Zentralbanken — regulieren den Wechselkurs und führen Interventionen durch.
- Geschäftsbanken und Unternehmen — führen Transaktionen für Kunden und internationale Abwicklungen durch.
- Investmentfonds und Hedgefonds — nutzen Forex für Spekulation und Absicherung.
- Privatanleger (Trader) — handeln über Broker und Handelsplattformen mit Währungsschwankungen.
Besonderheiten des Devisenmarktes
- Rund-um-die-Uhr-Handel — 24 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche geöffnet.
- Hohe Liquidität — Währungen können jederzeit gekauft oder verkauft werden.
- Handel mit Währungspaaren — Kurse werden als Basis-/Notierungswährung angegeben (z. B. EUR/USD).
- Spekulativer Charakter — bis zu 90 % der Geschäfte sind spekulativ und zielen auf Gewinne aus Kursunterschieden.
Forex und die Weltwirtschaft
Forex ist ein zentrales Element des globalen Finanzsystems. Er ermöglicht es Unternehmen, internationalen Handel zu betreiben, Investoren ihre Anlagen zu diversifizieren und Regierungen ihre Währungsreserven zu verwalten. Gleichzeitig ist der Forex-Markt stark schwankungsanfällig und mit Risiken verbunden, insbesondere für Privatanleger.
Beispiele
- Ein Trader kauft Euro gegen US-Dollar bei EUR/USD = 1,10, um sie später zu einem höheren Kurs zu verkaufen.
- Eine Zentralbank greift in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs zu stabilisieren.
- Ein deutsches Unternehmen tauscht Euro in US-Dollar, um Importe aus den USA zu bezahlen.